Anti-Müller-Hormon (AMH) begrenzt aussagefähig

Ein interessanter Fall hat jetzt das Oberlandesgericht (OLG) Hamm beschäftigt. Nach der telefonischen Information über ihren zuvor in der gynäkologischen Praxis bestimmten AMH-Wert setzte eine 45jährige Frau die Pille ab und wurde kurz darauf mit ihrem vierten Kind schwanger. Ihre Forderung gegenüber der Praxis auf Schmerzensgeld und Unterhaltszahlung bis zur Volljährigkeit des Kindes wegen eines Behandlungsfehlers lehnte das OLG Hamm ab. Der Arzt konnte belegen, dass er die Frau über die Unsicherheit des Tests und die Notwendigkeit weiterer Empfängnisregelung hingewiesen hatte. Das OLG hat die Revision nicht zugelassen. Die Frau hat eine Beschwerde beim Bundesgerichtshof eingereicht. (AZ: 26 U 91/17)

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